Mozilla

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Mozilla Firefox

Dieser Artikel erläutert den Browser Mozilla Firefox; zu anderen Bedeutungen des Begriffs Firefox siehe Firefox (Begriffsklärung).
Mozilla Firefox
Logo von Mozilla Firefox
Bildschirmfoto von Mozilla Firefox
Mozilla Firefox 4.0
Basisdaten
Entwickler Mozilla Foundation
Aktuelle Version 4.0 (22. März 2011)
3.6.16 (22. März 2011)
3.5.18 (22. März 2011)
Betriebssystem GNU/Linux, Mac OS X, Windows u. a.
Programmier­sprache C++
Kategorie Webbrowser
Lizenz Mehrfachlizenzierung: MPL/GPL/LGPL
Deutschsprachig ja
www.firefox.com

Mozilla Firefox (amerikanisch-englische Aussprache [moʊˈzɪlə ˈfaɪɹfɑks]), auch kurz Firefox genannt, im deutschen Sprachraum mit FF oder (offiziell) Fx abgekürzt, ist ein freier Webbrowser des Mozilla-Projektes. Der seit Mitte 2002 entwickelte Webbrowser bietet die Möglichkeit, eine breite Palette an Erweiterungen zu implementieren. Firefox ist einer der weltweit am häufigsten genutzten Webbrowser. Im deutschsprachigen Raum ist er seit Mitte 2009 mit aktuell 49,5 % (Stand: Ende März 2011) der meistgenutzte Browser vor dem Internet Explorer von Microsoft mit 33,9 %.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

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Geschichte [Bearbeiten]

Das Mozilla-Firefox-Projekt, damals noch unter dem Namen Phoenix, wurde von Dave Hyatt und Blake Ross als experimentelle Abzweigung der Mozilla Application Suite initiiert. Die erste Veröffentlichung einer lauffähigen Version des Programms (Phoenix 0.1) erfolgte am 23. September 2002.

Im Jahr 2003 entschieden sich die Entwickler der Mozilla Application Suite zu einer Kehrtwende ihrer Strategie.[3] Dies lag unter anderem an der Entscheidung von Apple, den eigenen Webbrowser Safari auf der KHTMLEngine und nicht auf der Gecko-Engine (die von Mozilla entwickelt wird) aufzubauen.

Während die Mozilla-Entwickler zuvor darauf bedacht gewesen waren, möglichst alle wichtigen Internetfunktionen wie Webbrowser, E-Mail-Programm, Adressbuch und HTML-Editor in einem Programmpaket (Mozilla Application Suite) zusammenzufassen, strebten sie nun die Veröffentlichung einzelner, voneinander unabhängiger Komponenten an. Das Ziel der Entwicklung war ein schneller Programmstart und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der einzelnen Komponenten ausgebaut und vorangetrieben werden.

Die Webbrowser-Funktion übernahm Mozilla Firefox. Die E-Mail-Funktion wurde unter dem Namen Thunderbird ausgelagert, der Kalender wird unter dem Namen Sunbird und der HTML-Editor (zunächst als Nvu,) nun als KompoZer weiterentwickelt. Die offizielle Mozilla Application Suite 1.7 wurde lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Allerdings arbeitet seit Mitte 2005 ein Community-Projekt an der Weiterentwicklung der Application Suite unter dem Namen SeaMonkey.

Ein Fernziel ist, die von allen Komponenten benötigten Funktionen zu vereinen, so dass die Installationspakete des Browsers, des E-Mail-Programms und der anderen Anwendungen jeweils sehr klein sind und sich die verschiedenen Komponenten gemeinsame Funktionen teilen können. Das wurde bisher noch nicht erreicht, da Firefox, Thunderbird, Sunbird und KompoZer derzeit im Gegensatz zum Mozilla-Programmpaket nicht fähig sind, gleichzeitig auf ein gemeinsames Gecko-Modul zuzugreifen. Dadurch beanspruchen die vier einzelnen Programme momentan deutlich mehr Festplattenplatz und Arbeitsspeicher als das Mozilla-Programmpaket. Die Umsetzung mittels XULRunner wird für Versionen ab Firefox 4 erwogen.

Funktionen und Eigenschaften [Bearbeiten]

Bildschirmfoto der Mac-Version (Firefox 3.0.10)

Ebenso wie die Mozilla Application Suite verwendet Firefox die so genannte Gecko Rendering Engine, ein programmübergreifendes Modul zur Darstellung von HTML-Seiten und die XML-basierte Beschreibungssprache XUL zur Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche.

Firefox kann durch Motive (englisch „themes“) optisch an den Geschmack des Anwenders angepasst sowie mit Erweiterungen (engl. „add-ons“) um zahlreiche Funktionen aufgewertet werden (zum Beispiel Mausgesten, Werbeblocker, Phishing-Abwehr, Bloggen, RSS Feeding, Webentwickler-Werkzeuge und vieles mehr).

Seit der Version 0.9 enthält Firefox ein neues Standardmotiv namens „Winstripe“, das „Qute“ als Standardmotiv ersetzt, um so allen Versionen von Firefox ein einheitliches, allenfalls an die Gegebenheiten der jeweiligen Plattform angepasstes Erscheinungsbild zu verleihen. „Winstripe“ basiert auf dem seit Version 0.8 unter Mac OS X eingesetztem „Pinstripe“-Motiv, das von Kevin Gerich und Stephen Horlander im Hinblick auf Apples Vorgaben zur Benutzerschnittstelle Apple Human Interface Guidelines entwickelt wurde.

Firefox unterstützt Tabbed Browsing, worunter man die Darstellung von mehreren, jeweils mit Tabs versehenen Webseiten innerhalb eines einzelnen Anwendungsfensters versteht.

Des Weiteren wird RSS in Form von dynamischen Lesezeichen unterstützt. Diese Lesezeichen aktualisieren sich beim Start des Browsers und verkörpern eine sich selbst aktualisierende Linkliste, die in einzelnen Ordnern organisiert wird. So sieht der Anwender immer auf einen Blick aktuelle Einträge einer Nachrichtenseite oder eines Weblogs. Eine Anzeige der RSS-Daten in Form einer lesbaren Webseite ist seit der Version 2.0 auch ohne zusätzliche Plugins möglich.

Firefox wird gegenwärtig in 64 Sprachen angeboten, darunter auch Deutsch.

Firefox ist freie Software und wird unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht. Für die kompilierten Installationspakete gelte die GPL jedoch aus Sicht der Mozilla Foundation nur eingeschränkt. Ab Version 3 wurde bei der Installation des Browsers der Benutzer aufgefordert, einer Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) zuzustimmen. Nach massiver Kritik an diesem Vorgehen, insbesondere aus dem Linux-Lager, wurde die EULA durch eine „Lernen Sie Ihre Rechte kennen“-Informationsleiste ersetzt, die bei der ersten Installation eingeblendet wird. Diese kann auch über die Adresszeile durch Eingabe von about:rights aufgerufen werden.[4]

Um Suchvorgänge vereinfacht über die Adressleiste abzuwickeln, kann man Schlüsselwörter (Shortcuts) für das Suchen definieren. Die Schlüsselwortsuche ist eine leichte Abwandlung der Möglichkeit, Lesezeichen Shortcuts/Schlüsselwörter zuzuweisen.[5]

Erweiterungen [Bearbeiten]

Bildschirmfoto von Firefox 4.0 mit alternativem Theme und (sichtbaren) Erweiterungen „AdblockPlus“, „NoScript“, „FoxClocks“ und „Flagfox“

Firefox bietet die Möglichkeit, verschiedene Erweiterungen zu installieren, um Anwendungsfunktionen oder Optionen bereitzustellen, die nicht vom eigentlichen Browser angeboten werden, oder um sein Erscheinungsbild zu verändern. Einige dieser Zusatzfunktionen werden nicht in den Funktionsumfang des Browsers aufgenommen, damit ein relativ schlanker Browser erhalten bleibt und auch um das Firefox-Projekt übersichtlicher zu gestalten. Bei den Erweiterungen handelt es sich um Archiv-Dateien, die in XUL und JavaScript geschriebene Programme enthalten. Die Verwendung von XUL und JavaScript macht diese Funktionen plattformunabhängig. Mit Firefox 4 wird eine neue Schnittstelle für Erweiterungen namens Jetpack eingeführt, die sich ausschließlich auf Web-Standards wie HTML, JavaScript und CSS stützt und Installation und Entfernen von Erweiterungen ohne Browserneustart ermöglicht.

Die Erweiterung IE Tab ermöglicht die wahlweise Nutzung von Trident, der Browser-Engine des Internet Explorers, in Firefox.

Das Projekt Greasemonkey widmet sich dem so genannten Active Browsing. Dabei wird mit Hilfe von benutzerspezifischen lokalen JavaScript-Programmen das Aussehen und sogar die Funktionalität von Websites bzw. Webanwendungen modifiziert.

Die Möglichkeiten, Onlinewerbung auszublenden, kann über die Erweiterungen Adblock oder deren Abspaltung Adblock Plus dem Browser hinzugefügt werden. So kann beispielsweise Werbung in Form von eingebetteten Flash-Dokumenten herausgefiltert werden. Gegen übermäßigen Flash-Einsatz gibt es aber auch die Erweiterung Flashblock, bei der jedes Flash-Element manuell aktiviert werden muss. Eine ähnliche Funktion bietet NoScript[6] für JavaScript-Dateien.

Yahoo stellt für seinen Social-Bookmarking-Dienst Delicious eine Erweiterung zur Verfügung, mit der es möglich ist, die Lesezeichen-Komponente des Browsers vollständig durch ein serverbasiertes System zu ersetzen, bei dem alle Lesezeichen auf dem delicious-Server gespeichert werden. Damit macht der Benutzer seine Lesezeichen zum einen über die delicious-Website für die Öffentlichkeit erreichbar (solange die Lesezeichen nicht als privat gekennzeichnet sind), und zum anderen kann er auf verschiedenen Rechnern die gleiche Lesezeichensammlung bei Firefox einbinden.

Es gibt außerdem andere Erweiterungen für die Synchronisation von Lesezeichen auf verschiedenen Rechnern. Bookmark Sync and Sort benutzt dabei beliebigen über FTP oder WebDAV bereitgestellten Speicherplatz, Xmarks bietet selbst Speicherplatz an und ist auch zur plattformübergreifenden Synchronisation fähig (Windows, Mac OS X und Linux).[7]

Ab Version 4.0 des Firefox ist die Synchronisation von Lesezeichen, Tabs, Passwörtern und History auf verschiedene Rechner und Mobiltelefone ein integraler Bestandteil des Browsers. Mittels eines Addons kann auch mit Firefox ab Version 3.5 synchronisiert werden.[8]

Weitere durch Erweiterungen bereitgestellte Browserfunktionen sind die Unterstützung der Website-Autoren und Entwickler von Webanwendungen mit der Erweiterung Web Developer durch eine Vielzahl von Hilfswerkzeugen oder die Steuerung des Programms mit Mausgesten.

Unterstützte Plattformen [Bearbeiten]

Firefox steht für die Betriebssysteme Microsoft Windows (ab 2000), Linux und Mac OS X (ab Version 10.4) zur Verfügung. Die Linux-Version des Firefox 3 benötigt zusätzlich verschiedene Pakete und Bibliotheken Dritter, die bei der Mehrzahl der Distributionen ab Erscheinungsdatum Mitte 2006 bereits mitgeliefert werden.

Nach Herstellerangaben sind die minimalen Systemvoraussetzungen für Windows/Linux ein Intel Pentium mit 233 MHz, 64 MB RAM und 52 MB Festplattenspeicher. Die Versionen für Mac benötigen indes mindestens einen PowerPC G3, 128 MB RAM und 200 MB Festplattenspeicher.

Außer den oben genannten offiziell von Mozilla unterstützten Versionen gibt es Portierungen für Solaris (sowohl für x86– als auch Sun-SPARCProzessoren), OS/2 und AIX von IBM, FreeBSD, OpenBSD, PC-BSD, SkyOS, BeOS und ZETA sowie RISC OS. Eine Portierung auf weitere Plattformen ist durch die Quelloffenheit möglich. Mittlerweile ist auch eine Portable Edition für die Nutzung auf externen Speichermedien (zum Beispiel externen Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten) für Windows erhältlich. Darüber hinaus sind für verschiedene Plattformen optimierte Versionen verfügbar, die eine schnellere Reaktionszeit und geringeren Speicherbedarf zu erreichen versuchen. Für PDAs hat Mozilla Minimo entwickelt.

Versionen und Versionsgeschichte [Bearbeiten]

Die derzeit aktuelle Hauptversion 4.0 von Firefox wurde am 22. März 2011 gleichzeitig in mehreren Sprachen veröffentlicht. Für aktuelle Hauptversionen werden regelmäßig Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierungen veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung einer neuen Hauptversion wird die vorherige ebenfalls noch eine Zeit lang mit Aktualisierungen versorgt.[9] So wurde die Unterstützung und Weiterentwicklung des Versionszweiges 3.0 im März 2010[10] eingestellt. Die älteren Versionszweige 3.5 und 3.6 werden noch unterstützt.

Wichtige Versionen [Bearbeiten]

An dieser Stelle nur die wichtigen Versionen

Browser-
name
Gecko-
version
Version Codename Veröffentlichung(a) Anmerkungen und wichtigste Änderungen
Phoenix 1.2 0.1 Pescadero 23. September 2002 Erste Version. Anpassbare Symbolleisten und Schnellsuche, gleichzeitige Darstellung mehrerer Internet-Dokumente innerhalb eines Anwendungsfensters (Tabbed Browsing)
Firebird 1.5 0.6 Glendale 17. Mai 2003 Umbenennung in „Firebird“, Neues Standardmotiv (theme) namens „Qute“, Verbesserungen bei Lesezeichen und Datenschutz. Sanfter Bildlauf und automatische Größenanpassungen bei Bildern. (Versionen zwischen 0.1 und 0.6)
Firefox 1.7 1.0 Phoenix 9. November 2004 Offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: RSS-Nachrichten, Suchleiste, Funktion zum Suchen nach Plugins, Produktname Firefox seit Version 0.8. (Versionen zwischen 0.6 und 1.0)
1.0.8 13. April 2006 Letzte Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung des Versionszweiges 1.0; voraus gingen die Aktualisierungen 1.0.1 bis 1.0.7.
1.8 1.5 Deer Park 29. November 2005 Neuerungen: Unterstützung für SVG und Canvas, Verbesserungen in JavaScript 1.5 und CSS 2/3, neue Funktionen „Private Daten löschen“ und „Fehlerhafte Website melden“, schnellere Vor- und Zurück-Navigation, Tabs per Drag and Drop verschiebbar, verbesserter Pop-up-Blocker, Fehlerseiten statt Fehlerdialoge, Neues Updatesystem, Anpassungen des Standardmotiv „Winstripe“ an Windows-XP-Benutzeroberfläche „Luna“.
1.5.0.12 31. Mai 2007 Letzte Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung des Versionszweiges 1.5; voraus gingen die Aktualisierungen 1.5.0.1 bis 1.5.0.11.
Firefox 2 1.8.1 2.0 Bon Echo 24. Oktober 2006 Weitere offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: integrierter Anti-Phishing-Filter (in Version 2.0.0.19 aufgrund der Abschaltung des verwendeten Googledienstes wieder entfernt), Rechtschreibprüfung, Restore-Session-Funktionalität, automatische Suchvorschläge, überarbeitete Updatefunktion und Feedreader-Integration.
2.0.0.20 18. Dezember 2008 Letzte Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung des Versionszweigs 2.0; 19 Aktualisierungen erschienen zuvor: 2.0.0.1 bis 2.0.0.19.
Firefox 3 1.9 3.0 Gran Paradiso 17. Juni 2008 Neuerungen:[11] neue plattformspezifische Standardmotive (theme) für die Benutzeroberfläche, verbesserte Adresszeile, neuer Passwortmanager basierend auf JavaScript, verbesserte Speicherverwaltung basierend auf jemalloc, neue JavaScript-Bibliothek für Entwicklung von Erweiterungen, animierte PNG, Warnung bei Weiterleitungen, Acid2-Test bestanden, Umstellung auf Cairo, Zoom-Funktion für Text- und Grafikinhalte, SOAP-Unterstützung verworfen, überarbeitete Lesezeichenverwaltung (Places-Bookmarks), Schutz vor Schadsoftware, Bezug automatischer Updates nur noch über gesicherte Verbindungen oder mit einer digitalen Signatur, überarbeiteter Download-Manager, beschleunigte Javascript-Verarbeitung und Unterstützung von Farbprofilen.[12]
3.0.19 30. März 2010 Letzte Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung des Versionszweigs 3.0; zuvor erschienen 18 Aktualisierungen: 3.0.1 bis 3.0.18.
1.9.1 3.5 Shiretoko 30. Juni 2009 Neuerungen:[13] Verbesserte Unterstützung der Webstandards (CSS 2.1 und 3, herunterladbare Schriftarten und SVG-Animationen), Unterstützung der HTML5-Elemente <canvas>, <audio> und <video> in Verbindung mit nativer Unterstützung für Vorbis und Theora im OggContainerDateiformat, Realisierung der in HTML5 definierten Methoden zur Offline-Datenspeicherung, Integration von Location Aware Browsing (englisch für Ortsbezogenes Browsing), verbesserte Kontrolle der Privatsphäre (unter Anderem der Private-Browsing-Modus), spekulatives Parsen von Webinhalten und die neue JavaScriptEngine TraceMonkey. Neben der Unterstützung von Query Selektoren, nativer JSON und Web Worker Threads wurde die Stabilität und Geschwindigkeit der JavaScript-Engine verbessert.
3.5.18 22. März 2011 Aktuelle Version des älteren Entwicklungszweigs 3.5; Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung; zuvor erschienen die Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierungen 3.5.1 bis 3.5.17.
1.9.2 3.6 Namoroka 21. Januar 2010 Neuerungen:[14] Integration der Personas-Erweiterung zum schnellen Wechseln von Browserstilen, verbesserte Geschwindigkeit des Browser-Startvorgangs und der JavaScript-Engine, verbesserte Reaktionszeiten des Browsers auf Benutzereingaben, verbesserte Unterstützung der Webstandards (CSS, DOM und HTML5), Unterstützung für die HTML5-File-API, Schutz vor Programmabstürzen durch inkompatible Plug-ins, direkte Manipulation der Programmdateien durch Plug-ins wird verhindert, Unterstützung für asynchron ausgeführtes JavaScript, Unterstützung für Bewegungssensoren, Überprüfung der Aktualität von Plug-ins, Vollbildmodus- und Plakat-Unterstützung für das HTML5-Element <video>, Unterstützung des Web Open Font Formats, Einführung von „Out-of-Process“-Plugins für Windows und Linux mit 3.6.4.[15]
3.6.16 22. März 2011 Aktuelle Version des Entwicklungszweigs 3.6; Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung; zuvor erschienen die Aktualisierungen 3.6.2 bis 3.6.15, die Versionsnummern 3.6.1 und 3.6.5 wurden übersprungen.
Firefox 4 2.0[16] 4.0 Tumucumaque[17] 22. März 2011 Neuerungen:[18] Verbesserung des Datenschutzes, komprimierte Oberfläche, Steigerung der Geschwindigkeit, Nutzung von Direct2D und HTML5,[19] Unterstützung des WebM-Videoformats,[20] offizielle 64-Bit-Version für Mac OS X,[21] Integration der Sync-Erweiterung (früher Weave Sync genannt) zur Synchronisierung von Lesezeichen u.a.,[22] Unterstützung für erweiterte Gestensteuerung durch Mehrfachberührung (Multi-Touch);[23] Integration der Panorama-Benutzeroberfläche;[24] Integration der JavaScript-Engine JägerMonkey sowie Unterstützung der 3D-Grafik-Programmierschnittstelle WebGL und des Schriftartenformates OpenType;[25] Nutzung der Datenbank IndexedDB[26]
Daten der nächsten geplanten Veröffentlichungen
Firefox 5 5.0 21. Juni 2011[27][28] Verbesserte Reaktionszeit, bessere Stabilität und überarbeitete Benutzeroberfläche[29], so z.B. eine überarbeitete Suchbox, seitenspezifische Menüs für besonders schnellen Zugriff auf bestimmte Seiten und Funktionen einer Website, überarbeiteter Add-On-Manager
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion

(a) Datumsangaben nach PST/PDT, gemäß dem Sitz der Mozilla Foundation in Mountain View, Kalifornien

Namensänderungen [Bearbeiten]

Phoenix-Logo (2002)

Firebird-Logo (2003)

Der Rotfuchs – die Inspiration für das Firefox-Logo

Ursprünglich wurde Mozilla Firefox unter dem Namen Phoenix entwickelt, allerdings musste dieser Name aufgrund einer Klage des amerikanischen BIOS-Herstellers Phoenix Technologies geändert werden. Zunächst wurde der Browser in Mozilla Firebird und am 9. Februar 2004 mit dem Erscheinen der Version 0.8 in Mozilla Firefox umbenannt. Die letzte Umbenennung erfolgte aufgrund der Namensgleichheit mit einem anderen Open-Source-Projekt, der Datenbank Firebird.

Firefox ist die englische Übersetzung der chinesischen Bezeichnung hǔo hú 火狐 „Feuerfuchs“. Damit bezeichnet man im Allgemeinen den Rotfuchs, aber auch den (rotbraunen) kleinen Panda. Zunächst wurde der Name gewählt, ohne sich auf eine der beiden Tierarten festzulegen. Der kleine Panda hatte jedoch in den Augen von Designer Jon Hicks keinen besonderen optischen Reiz, daher ließ er sich bei der Gestaltung des Logos von einer japanischen, mit „Firefox“ untertitelten Rotfuchszeichnung inspirieren.[30]

Nach einem Namensstreit mit dem Debian-Projekt über die Nutzungsbedingungen für die Warenzeichen von Mozilla erhielt die in der Debian-Distribution enthaltene und leicht angepasste Firefox-Fassung den Namen Iceweasel. Andere Mozilla-Programme erhielten ebenfalls neue Namen, die allesamt mit Ice beginnen.

Portable Ausgabe [Bearbeiten]

Die offizielle Ausgabe von Mozilla Firefox erfordert im Normalfall eine Installation auf dem Zielsystem. Das erschwert allerdings den rechnerübergreifenden Einsatz mit Wechseldatenträgern (bspw. mit einem USB-Stick), die es unter anderem ermöglichen, Firefox problemlos mit dem gleichen Profil, das heißt den gleichen Lesezeichen, Verlauf, Formulareingaben, Passwörtern, Einstellungen etc., an Büro- und Heimcomputer einzusetzen. Aus diesem Grund wird auch bei PortableApps eine portable Ausgabe von Firefox angeboten – Mozilla Firefox, Portable Edition[31] – die so weit angepasst wurde, dass sie direkt auf einen Wechseldatenträger entpackt werden kann und auf diesem nutzbar ist. Dabei verbleiben die sensiblen Daten auf dem Wechseldatenträger und müssen nicht auf der lokalen Festplatte des genutzten Rechners zurückbleiben.[31] Ein ähnliches Verhalten ist auch durch die Manipulation des Firefox-Profilpfades in der Programmkonfiguration (about:config) möglich.

Inoffizielle, optimierte Versionen [Bearbeiten]

Mozilla selbst legt Wert darauf, dass Firefox auf allen Systemen zuverlässig funktioniert, und nimmt daher keine Codeoptimierungen für spezielle Prozessoren vor. Von Mozilla Firefox existieren, ebenso wie von Mozilla Thunderbird, jedoch zahlreiche inoffizielle Versionen (Builds) für verschiedene Betriebssysteme, die für die jeweilige Plattform (etwa SSE2-Builds für Pentium-4-Prozessoren) optimiert wurden. In Kombination mit Techniken wie der profilgesteuerten Optimierung, die neuere C++-Compiler unterstützen,[32] lassen sich Reaktionszeit und Speicherbedarf deutlich verbessern, mithin steigt die Geschwindigkeit des Browsers. Dennoch ist auch die Verwendung solcher inoffizieller Versionen kein Garant für ein schnelleres Surfen, vereinzelt kommt es auch zu Geschwindigkeitseinbußen.[33] Ein Nachteil ist der höhere Aufwand beim Aktualisieren auf neue Versionen, die zudem oft mit erheblicher Verzögerung veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu den offiziellen Versionen werden die meisten optimierten Versionen nicht als installierbare Pakete, sondern nur als gepackte Archive veröffentlicht – eine automatische Aktualisierung ist dementsprechend nicht verfügbar.

Datenschutz [Bearbeiten]

Warnmeldung über eine „als attackierend gemeldete Website“ im Firefox 3.0

Die Mozilla Foundation sammelt nach eigenen Angaben beim Gebrauch von Firefox Daten, die zur persönlichen Identifizierung des Nutzers dienen können. In den Berichten, die beim Absturz des Programms erstellt werden, sind so unter anderem der Name des Computers und der Prozesse enthalten, die während des Absturzes liefen. Die Website, um die es konkret geht, kann der Benutzer hingegen unterdrücken. Durch den (vom Benutzer manuell zu initiierenden) Versand dieses Berichtes würde die Mozilla Foundation außerdem an die IP-Adresse des betreffenden Rechners gelangen. Zum Schutz vor Phishing und Malware werden die besuchten Seiten mit einer lokal gespeicherten Liste verdächtig gemeldeter Seiten eines anderen Herstellers (in der Voreinstellung Google) abgeglichen, die ungefähr alle 30 Minuten aktualisiert wird.[34] Die automatische Softwareaktualisierung des Programms speichert ein Cookie namens „aus“, das einen einzigartigen numerischen Wert zur Unterscheidung der einzelnen Firefox-Installationen enthält. Dies kann in den Einstellungen abgeschaltet werden, indem man automatische Updates deaktiviert oder Cookies blockiert. Die Mozilla Foundation versichert, sich um den Schutz der Privatsphäre des Nutzers zu bemühen.[35]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Der Mozilla Firefox gewann unter anderem folgende Auszeichnungen:[36]

  • ComputerBild Top-250, 2008
  • CNET Editors’ Choice, Oktober 2006
  • Digital Lifestyle Award, Berlin, September 2006
  • PC World’s 100 Best Products of 2006, Juli 2006
  • Lutèce d’or für bestes OpenSource Project, Paris, Juni 2006
  • PC Pro Real World Award, London, Dezember 2005
  • UK Usability Professionals’ Association Award Best Software Application 2005, November 2005
  • PC World Product of the Year, Juni 2005
  • Forbes Best of the Web, Mai 2005
  • PC-Welt Redaktions-Auszeichnung, Titan des Jahres, Bestes Open-Source-Projekt, 2005
  • PC-Welt Readers Choice Award, Best Internet Tool, 2005

Kritik [Bearbeiten]

Die von Mozilla entwickelte XUL-Oberfläche, eine auf XML basierende Beschreibungssprache für grafische Benutzeroberflächen, wird anstelle einer betriebssystemspezifischen Oberfläche benutzt. Mozilla begründet diesen Schritt damit, dass XUL-Oberflächen sehr einfach und plattformunabhängig zu modifizieren seien und Entwicklern dadurch größtmögliche Freiheiten eingeräumt würden.[37] Mozilla bietet für Mac OS X als Alternative Camino an. Dieser Browser verwendet, wie Firefox auch, die Gecko-Engine zur Darstellung der Webinhalte, für die Oberfläche wird aber die native CocoaProgrammierschnittstelle verwendet.

Mozilla Firefox wird oft wegen eines als zu hoch empfundenen Bedarfs an Systemressourcen kritisiert – in Extremfällen stieg die Belegung des Arbeitsspeichers vor Firefox 3.0 auf das Mehrfache vergleichbarer Browser an. Die Entwickler geben an, dass dieses Verhalten zum Teil gewollt sei und der Browser zur schnelleren Navigation mehr geöffnete Seiten zwischenspeichere, wenn auf dem System ausreichend Ressourcen verfügbar seien.[38] Die Version 3.0 des Browsers wurde unter anderem auf die Verringerung des Ressourcenverbrauchs hin optimiert.[39][40] Der Erfolg dieser Maßnahmen wird in einem Vergleichstest des IT-Nachrichten-Portals ZDNet.de bestätigt.[41] Aus einem von der Internetseite Lifehacker.com veröffentlichten Benchmark ging bereits eine Vorabversion von Mozilla Firefox 4.0 als der am wenigsten Arbeitsspeicher benötigende Browser hervor.[42]

Die deutsche Version 1.0 stand in der Kritik, da das eBaySuchmaschinen-Plugin Anfragen an die Webseite eines externen eBay-Partners weiterleitete. Das geschah ohne Wissen der Benutzer.[43] Am 22. November 2004 räumte die Mozilla Foundation ein, dass dies ein Fehler gewesen sei und stellte eine aktualisierte Version zur Verfügung.[44]

Secunia-Jahresbericht 2008 [Bearbeiten]

Im Jahresreport 2008 verglich der Sicherheitsdienstleister Secunia die Zahl der im Jahr 2008 bekannt gewordenen sicherheitsrelevanten Schwachstellen des Internet Explorers, Safari, Opera und Firefox. Mozilla Firefox übertraf in diesem Vergleich mit 115 bekannt gewordenen Schwachstellen die verglichenen Browser um mehr als das Dreifache. Als weiteren Aspekt des Berichts verglich Secunia die Reaktionszeit von Microsoft (Internet Explorer) und Mozilla (Firefox) auf veröffentlichte, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht behobene Schwachstellen. Mozilla wurde hier eine im Durchschnitt deutlich bessere Reaktionsfähigkeit attestiert. So reagierte Mozilla beispielsweise bei einer als minder kritisch eingestuften Schwachstelle innerhalb von 15 Tagen, Microsoft benötigte für eine in der Schwere vergleichbare Schwachstelle die fünffache Zeit; zwei weitere minder kritische Schwachstellen wurden zum Zeitpunkt des Berichts auch nach 231 beziehungsweise 294 Tagen nicht geschlossen. Für eine mittel- und eine hochkritische Schwachstelle benötigte Microsoft beispielsweise jeweils 110 Tage.[45]

Mozilla kritisierte den Bericht heftig. Lucas Adamski, Leiter der Mozilla-Sicherheitsabteilung, sagte, der Bericht sei auf eine „schreckliche“ Art und Weise „falsch“, Secunia vergleiche Zahlen, deren Vergleich „unsinnig“ sei. Adamski führte aus, dass Mozilla alle Fehler, also auch Schwachstellen, in einem öffentlich einsehbaren Verzeichnis verwalte. Dabei sei es unerheblich, ob der Fehler intern, also von einem Entwickler oder einem Mitglied der Qualitätssicherung, oder von einer unabhängigen Organisation gemeldet wurde. Andere Browserhersteller würden hier anders verfahren und keine intern entdeckten Fehler veröffentlichen. Laut Adamski stamme der Großteil der Meldungen aber von eben diesen Mitarbeitern.[46]

Verbreitung [Bearbeiten]

Die genaue Verbreitung eines Webbrowsers lässt sich nur schwer verlässlich messen. Unterschiedliche Statistiken haben für die Verbreitung von Firefox folgende Werte ergeben:

Quartal NetApplications[47]
(~ 160 Mio. Unique Visits)
Webtrekk[48]
(~ 105 Mio. Unique Visits)
TheCounter[49] W3Counter[50]
(~ 64 Mio. Unique Visits)
StatCounter[51]
(~ 3 Mio. Webseiten)
Heise online
(eigene Webseiten)
Q4/2004 3,63 % 0,00 % 26,37 %
Q1/2005 6,16 % 5,44 % 36,57 %
Q2/2005 8,05 % 5,34 % 40,10 %
Q3/2005 8,22 % 7,71 % 39,90 %
Q4/2005 9,00 % 17,52 % 8,05 % 43,00 %
Q1/2006 9,77 % 18,19 % 6,41 % 43,30 %
Q2/2006 10,67 % 20,18 % 8,78 % 43,67 %
Q3/2006 11,88 % 21,60 % 10,14 % 46,63 %
Q4/2006 13,51 % 22,37 % 9,83 % 49,27 %
Q1/2007 14,35 % 25,12 % 11,23 % 48,67 %
Q2/2007 14,91 % 26,18 % 12,02 % 24,82 % 50,00 %
Q3/2007 14,70 % 27,08 % 13,08 % 25,33 % 50,27 %
Q4/2007 15,56 % 28,79 % 13,69 % 27,68 % 50,67 %
Q1/2008 16,86 % 29,36 % 15,45 % 28,39 % 49,30 %
Q2/2008 18,11 % 31,41 % 16,22 % 28,89 % 54,85 %
Q3/2008 19,07 % 32,53 % 17,81 % 31,05 % 26,00 % 59,80 %
Q4/2008 20,83 % 35,54 % 18,63 % 30,41 % 25,35 % 60,40 %
Q1/2009 22,66 % 36,26 % 19,91 % 30,90 % 28,09 % 61,45 %
Q2/2009 23,01 % 37,58 % 19,99 % 31,18 % 29,58 % 62,27 %
Q3/2009 23,07 % 39,86 % 20,44 % 31,65 % 31,04 %
Q4/2009 24,61 % 42,53 % 32,00 % 31,91 % 63,10 %
Q1/2010 24,45 % 43,33 % 32,30 % 31,74 % 60,30 %
Q2/2010 24,14 % 43,47 % 32,20 % 31,15 %
Q3/2010 22,73 % 40,80 % 30,40 % 31,50 %
Q4/2010 30,76 %
Verbreitung der Firefox-Versionen
NetApplications
(Stand: Januar 2011)[47]
W3Counter
(Stand: Januar 2011)[50]
StatCounter
(Stand: Februar 2011)[52]
Heise online
(Stand: Juli 2010)
Firefox 0,22 % 0,04 %
Firefox 2.0 0,33 % 0,23 %
Firefox 3.0 1,32 % 1,30 % 1,24 %
Firefox 3.5 2,22 % 2,54 % 2,57 % 5,90 %
Firefox 3.6 18,50 % 26,29 % 25,39 % 49,70 %
Firefox 4.0 0,37 % 0,70 % 0,91 %
Gesamt 22,96 % 31,10 % 30,38 % 62,40 %

Laut einer Untersuchung des französischen Unternehmens AT Internet Institute (ehemals XiTi Monitor) bevorzugten im März 2008 35 Prozent der deutschen Surfer Mozilla Firefox. In Österreich konnte sich der Browser einen Anteil von 32,6 Prozent und in der Schweiz einen Anteil von 26,4 Prozent sichern. Spitzenreiter waren Finnland (45,9 Prozent), Polen (44 Prozent) und Slowenien (43,7 Prozent).[53]

Nach dem niederländischen Unternehmen OneStat.com lag die weltweite Verbreitung des Mozilla Firefox im November 2008 bei 14,67 Prozent, in Deutschland konnte sich der Browser einen Anteil von 19,97 Prozent sichern.[54] Laut OneStat.com steigt der weltweite Marktanteil des Mozilla-Browsers weiterhin an, so verwendeten im März 2009 15,59 Prozent der Besucher Mozilla Firefox.[55] Die Angaben von OneStat.com erscheinen in einigen Fällen jedoch widersprüchlich, so ermittelte das Unternehmen im Juli 2006 eine deutschlandweite Verbreitung von 39,02 Prozent.[56]

Das deutsche IT– und TK-Nachrichtenportal Golem.de ermittelte im Oktober 2009 einen Marktanteil von 58,3 Prozent[57] während der Browser im Juni 2009 noch 59,39 Prozent[58] auf sich vereinen konnte. Nach eigenen Angaben richte sich das Angebot von Golem.de aber primär an „professionelle Computeranwender“.[59]

Auch der nach Angaben der IVW meistgenutzte IT-Nachrichtendienst[60] Heise online veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Statistiken über die Verbreitung verschiedener Webbrowser auf ihren Webseiten. Wie Golem.de verzeichnet auch Heise online einen überproportional hohen Anteil alternativer Webbrowser unter ihren Lesern (siehe vorausgehende Tabelle). Im Juli 2007 bevorzugten erstmals mehr als die Hälfte der Heise-online-Leser Mozilla Firefox,[61] die von Mozilla entwickelte Rendering-EngineGecko“ hat diese Marke bereits im Dezember 2005 durchbrochen.[62]

Anlässlich der Herausgabe der ersten Vorschauversion des Firefox 1.0 im September 2004 rief das Projekt zum Massen-Download auf. Es war geplant die magische Grenze von einer Million Downloads in zehn Tagen zu brechen; nach nur vier Tagen war dieses Ziel erreicht. Mit der Veröffentlichung der endgültigen Version 1.0 im November 2004 wurde diese Marke bereits am ersten Tag durchbrochen. Am 15. Februar 2005, 99 Tage nach der Veröffentlichung des Firefox 1.0, wurde die 25-Millionen-Marke durchbrochen, am 29. April 2005 die 50-Millionen-Marke und knapp ein halbes Jahr später, am 19. Oktober 2005, wurden insgesamt 100 Millionen Downloads gezählt.

Die Version 2.0 wurde nach Herstellerangaben innerhalb von 24 Stunden nach Freigabe von über zwei Millionen Menschen heruntergeladen.[63] Im Zuge der Veröffentlichung der Version 3.0 rief Mozilla zum „Download Day“ auf, um damit einen Weltrekord der meisten Software-Downloads innerhalb von 24 Stunden aufzustellen. Dieses Ziel wurde mit weltweit 8.002.530 Downloads erreicht und auch in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.[64]

Zur Veröffentlichung des Firefox 3.5 verzichtete Mozilla auf eine größer angelegte Marketingkampagne und konnte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Freigabe fünf Millionen Downloads erzielen.[65] Die Marke des am „Download Day“ von der Version 3.0 erzielten Weltrekords von gut acht Millionen Downloads konnte der Firefox 3.5 nach knapp 48 Stunden überschreiten.[66] Innerhalb des ersten Monats nach Veröffentlichung der Version 3.5 konnten außergewöhnlich viele neue Firefox-Downloads (55 Millionen) erzielt werden, die magische Marke von einer Milliarde Downloads seit Veröffentlichung der Version 1.0 wurde schließlich am 31. Juli 2009 durchbrochen.[67]

Der Firefox 4 wurde ebenfalls ohne größer angelegte Marketingkampagne ausgerollt und konnte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Freigabe mehr als sieben Millionen Downloads erzielen.[68] Die meisten Downloads kamen dabei aus Europa mit über drei Millionen Downloads, in Deutschland wurde er in den ersten 24 Stunden rund 596.000 mal, in Österreich rund 64.000 mal heruntergeladen. [69]

Während die Zahl der Downloads zur Veröffentlichung der Version 1.0 noch exponentiell stieg, entwickelte sich das Wachstum der Downloads zu einem relativ linearen Verlauf. Während im Juli 2009 der Browser knapp 51 Millionen mal heruntergeladen wurde,[70] erfolgten im September 2009 „nur“ 39 Millionen Downloads.[71] Die momentane absolute Downloadzahl liegt bei über 1,3 Milliarden Downloads (Stand: April 2010).[72]

Zum Vergleich: Der am 15. März 2011 veröffentlichte Internet Explorer 9 wurde innerhalb von 24 Stunden rund 2,3 Millionen Mal heruntergeladen. [72] Die am 18. Oktober 2006 veröffentlichte Version 7.0 des Internet Explorers wurde vor der Freigabe als automatisches Update in vier Tagen rund drei Millionen Mal heruntergeladen,[73] der knapp eine Woche später erschienene Firefox 2.0 schaffte in 24 Stunden rund zwei Millionen Downloads.[63] Die am 12. Juni 2008 veröffentlichte Version 9.5 des Webbrowsers Opera wurde in fünf Tagen knapp 4,7 Millionen Mal heruntergeladen, Firefox 3.0 schaffte dies knapp eine Woche später am „Download Day“ in etwas mehr als 12 Stunden.[74] Die am 9. Juni 2009 veröffentlichte Version 4.0 des Webbrowsers Safari konnte unter Zuhilfenahme von automatischen Updates innerhalb von drei Tagen 11 Millionen Downloads erzielen,[75] die drei Wochen später erschienene Version 3.5 des Firefox wurde ohne automatische Updates innerhalb von zwei Tagen gut 8 Millionen Mal heruntergeladen.[66]

Finanzierung und Werbung [Bearbeiten]

Firefox-Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Den Großteil ihrer Einnahmen bezieht die Mozilla Foundation aus einem Sponsoringvertrag mit Google. Der noch bis zum Jahr 2011 laufende Vertrag regelt die jährliche Zahlung von etwa 60 Millionen US-Dollar, im Gegenzug veröffentlicht Mozilla seine Browser mit Google als Standardsuchmaschine.[76] Darüber hinaus wirkten IT-Fachkräfte von Google bei der Entwicklung von Mozillas Webbrowsern mit.

Zur offiziellen Freigabe der Version 1.0 schaltete die US-Initiative Spread Firefox[77] am 16. Dezember 2004 eine doppelseitige Anzeige in der New York Times, die über Spenden finanziert wurde. Mehr als 10.000 Personen oder Familien spendeten in zehn Tagen jeweils zwischen 10 $ und 45 $, insgesamt 250.000 $, wofür sie namentlich in der Anzeige genannt wurden.

Auch in Deutschland wurde durch die Aktion „Firefox kommt“ eine Werbeaktion in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung durch Spenden finanziert. Ihr ging eine Abstimmung durch die Spender zwischen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Zeitung Die Welt voraus. Die Anzeige erschien am 2. Dezember 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Seite 21.[78]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Mozilla Firefox – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. webmasterpro.de: Verbreitung verschiedener Browserversionen. In: Webanalyse – Aktuelle Browser-Marktanteile. 28. Februar 2011, abgerufen am 17. Juni 2010: „Die Webmasterpro Webanalyse bietet Daten über Nutzungsstatistiken und Marktanteile im deutschsprachigen Netz.“
  2. Browserwatch: Firefox setzt langjähriger Internet Explorer-Dominanz ein Ende – Artikel mit Umfrageergebnissen bei w3b.org, vom 1. Dezember 2009
  3. Brendan Eich, David Hyatt: Mozilla Development Roadmap, 2. April 2003, englisch
  4. Firefox 3.0.5 Release Notes
  5. Using keyword searches: Firefox mozillazine.org, Anleitung zum Erstellen von Schlüsselwortsuchen (englisch).
  6. https://addons.mozilla.org/firefox/addon/722
  7. Xmarks Funktionsumfang. Abgerufen am 15. Februar 2011 (englisch).
  8. Mozilla Sync. Abgerufen am 23. März 2011.
  9. Mozilla Corporation: Offizielle Release-Roadmap, Version 0.3, November 2007, englisch
  10. Weekly Platform Status Meeting 2010-03-16. 16. März 2010, abgerufen am 17. März 2010 (englisch): „There will be no more updates for Firefox 3.0.x“
  11. Firefox 3 Versionshinweise – Artikel bei Mozilla Europe, vom 17. Juni 2008
  12. Re: Firefox 3 Final won’t update (englisch) – Eintrag bei Google Groups, vom 18. Juni 2008, Zitat: „Firefox 3.0 RC3 is the same build as Firefox 3.0.“
  13. Firefox 3.5 Versionshinweise – Artikel bei Mozilla Europe, vom 30. Juni 2009
  14. Mozilla Firefox 3.6 – Versionshinweise | Mozilla Europe. 21. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2010 (deutsch).
  15. Mozilla veröffentlicht Firefox 3.6.4 Beta 3 – Artikel bei Golem.de, vom 6. Mai 2010
  16. Mozilla Platform Meeting Minutes: 2010-06-22. Abgerufen am 23. Juni 2010 (englisch).
  17. Tumucumaque Park. Mozilla.org, abgerufen am 13. Januar 2011 (englisch).
  18. Mozilla Firefox 4 Release Notes. Mozilla, 22. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  19. http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/neue-browser-version-firefox-4-0-kommt-mit-grossen-neuerungen;2580757
  20. Firefox, YouTube and WebM (englisch) – Artikel bei Mozilla Hacks, vom 19. Mai 2010
  21. Mozilla Wiki
  22. Firefox Sync 1.3: Neue Version wird direkt in Firefox integriert – Artikel bei Golem.de, vom 2. Juni 2010
  23. Browser: Firefox 4 Beta mit Multi-Touch-Unterstützung – Artikel bei Golem.de, vom 12. August 2010
  24. Firefox 4: Beta 4 mit Hardware-Turbo und Tab Candy – Artikel bei CHIP Online, vom 24. August 2010
  25. Browser: Firefox 4 Beta 7 mit Jägermonkey dreimal schneller – Artikel bei Golem.de, vom 11. November 2010
  26. Datenbank im Browser: Firefox 4 Beta 9 kommt mit IndexedDB – Artikel bei Golem.de, vom 13. Januar 2011
  27. https://wiki.mozilla.org/Firefox/Roadmap#tl.3Bdr
  28. Mozilla: Informationen zu Release Cycles und Zeitpunkten für Firefox 5 und neuer (abgerufen am 7. April 2011)
  29. https://wiki.mozilla.org/Firefox/Roadmap#tl.3Bdr
  30. Hicksdesign: branding firefox, 2. September 2004, englisch
  31. a b Mozilla Firefox, Portable Edition – Unterseite bei PortableApps
  32. Mozilla Developer Center: Building with Profile-Guided Optimization. 20. März 2010, abgerufen am 15. April 2010.
  33. FirefoxWiki: Geschwindigkeit optimieren – Optimierte Builds. Abgerufen am 15. April 2010.
  34. Mozilla Corporation: Phishing and Malware Protection, abgerufen am 25. Juni 2008, englisch
  35. Mozilla Privacy Policy, Oktober 2006
  36. Auszeichnungen für Firefox
  37. Mozilla Developer Center: The Joy of XUL. Mozilla Foundation, abgerufen am 17. März 2009 (englisch).
  38. Ben Goodger: About the Firefox „memory leak”. 14. Februar 2009, abgerufen am 17. März 2009 (englisch).
  39. Firefox 3 Versionshinweise. Mozilla Foundation, 17. Juni 2008, abgerufen am 17. März 2009.
  40. John Resig: Firefox 3 Memory Use. 13. März 2008, abgerufen am 17. März 2009 (englisch).
  41. Performance-Check: IE, Firefox, Opera und Safari im Benchmark-Test. ZDNet.de, 18. April 2008, abgerufen am 17. März 2009.
  42. Kevin Purdy: Browser Speed Tests: IE 9 Beta, Firefox 4 Beta, Chrome’s Crankshaft, and Opera 11 Beta. 10. Dezember 2010, abgerufen am 23. März 2011.
  43. Firefox: eBay-Suche mit Umleitung. Heise online, 16. November 2004, abgerufen am 17. März 2009.
  44. Update von Mozilla Firefox 1.0 de-DE für ebay Suchmaschine. Mozilla Foundation, 21. November 2004, abgerufen am 13. März 2010.
  45. Secunia Sicherheitsreport 2008. 6. März 2009, abgerufen am 17. März 2009 (PDF, englisch).
  46. Lucas Adamski: Beware the Security Metric. 6. März 2009, abgerufen am 17. März 2009 (englisch).
  47. a b NetApplications: Browser Version Market Share. Abgerufen am 24. Juli 2010 (englisch).
  48. Webtrekk.de: Pressemitteilungen. Abgerufen am 13. August 2010.
  49. TheCounter.com: Global Statistics. Abgerufen am 11. Oktober 2009 (englisch).
  50. a b W3Counter.com: Global Web Stats. Abgerufen am 24. Juli 2010 (englisch).
  51. StatCounter.com: Top 5 Browsers | StatCounter Global Stats. Abgerufen am 24. Juli 2010 (englisch).
  52. StatCounter.com: Top 12 Browsers Versions| StatCounter Global Stats. Abgerufen am 28. Februar 2011 (englisch).
  53. AT Internet Institute: Mozilla Firefox on the verge of gaining 29% use share in the European countries. 30. April 2008, abgerufen am 3. März 2009 (englisch).
  54. OneStat.com: Google’s Chrome global usage share is 0.54 percent on the web. 24. November 2008, abgerufen am 2. März 2009 (englisch).
  55. OneStat.com: Global usage Internet Explorer down but Firefox and Google Chrome up. 6. April 2009, abgerufen am 5. Mai 2009 (englisch).
  56. OneStat.com: Global usage share Mozilla Firefox has increased. 9. Juli 2006, abgerufen am 2. März 2009 (englisch).
  57. Golem.de: Firefox wird fünf (Seite 2/2). 9. November 2009, abgerufen am 9. November 2009.
  58. Golem.de: Firefox 3.5 in Deutschland besonders beliebt. 2. Juli 2009, abgerufen am 2. Juli 2009.
  59. Golem.de: Impressum. Abgerufen am 2. März 2009.
  60. Verlag Heinz Heise: HMG – Produkte – Elektronische Medien – heise online. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  61. Heise online: Firefox gewinnt in Europa hinzu. 16. Juli 2007, abgerufen am 5. Mai 2009.
  62. Heise online: Internet Explorer verliert weiter Anteile. 9. Januar 2006, abgerufen am 5. Mai 2009.
  63. a b SpreadFirefox.com: Over 2 Million People Using Firefox 2 in the First 24 Hours. 27. Oktober 2006, abgerufen am 2. März 2009 (englisch).
  64. SpreadFirefox.com: Offizielle Seite zum Firefox 3-„Download Day“ 2008. Abgerufen am 2. März 2009.
  65. firefox 3.5 downloads. 1. Juli 2009, abgerufen am 31. Juli 2009 (englisch).
  66. a b eight million downloads in two days. 1. Juli 2009, abgerufen am 31. Juli 2009 (englisch).
  67. Shannon Prior: One Billion Downloads of Firefox! Mozilla, 31. Juli 2009, abgerufen am 3. August 2009 (englisch).
  68. Firefox Four: Day One. In: blog.mozilla.com. Archiviert vom Original am 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011.
  69. Firefox 4: Über 6 Millionen Downloads in 24 Stunden. 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (deutsch).
  70. Absolute Downloadzahl am 3. August 2009: 1 004 Millionen; Absolute Downloadzahl am 2. Juli 2009: 953 Millionen
  71. Absolute Downloadzahl am 11. Oktober 2009: 1087 Millionen; Absolute Downloadzahl am 7. September 2009: 1048 Millionen
  72. a b SpreadFirefox.com: News & Events. Abgerufen am 10. April 2010 (englisch).
  73. ZDNet.com: Up next: IE 8.0. 25. Oktober 2006, abgerufen am 2. März 2009 (englisch).
  74. Golem.de: Firefox 3: Nach einem halben Tag 4,5 Millionen Downloads / Opera 9.5 schafft 4,7 Millionen Downloads in fünf Tagen. 18. Juni 2006, abgerufen am 2. März 2009.
  75. Mozilla kontert Apples Download-Statistik für Safari. 15. Juni 2009, abgerufen am 31. Juli 2009.
  76. Mozilla 2007 Financial FAQ
  77. Paul Kim: Four Hundred Million Firefox Downloads, Beitrag in The Mozilla Blog, 7. September 2007, englisch
  78. Mozilla Europe: Feuer!, abgerufen am 26. Oktober 2007 – Anzeige in der FAZ als PDF zum Download
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Lebensweisheiten

Haste Kacke anne Reifen gibts beim bremsen braune Streifen.

Sitzen 2 Frauen auf der Bank, da sagt die rechte zur linken gucke mal wie die Finger stinken.

Wer andern in die Möse beißt ist böse meist.

Frauen die sich die Wimpern pinseln, sind die, die beim pimpern winseln.

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